Multiple Sklerose und Wohlbefinden

Multiple Sklerose und Wohlbefinden – das will auf den ersten Blick nicht so recht zusammenpassen. Kann man sich wohl fühlen, wenn man an einer Krankheit wie der Multiplen Sklerose (MS) leidet, die mit zum Teil massiven Einschränkungen einhergeht? Die Antwort lautet ja. Parameter wie Wohlbefinden und Lebensqualität sind nicht absolut messbar. Wichtig aber ist zu erkennen, dass Wohlbefinden nicht bloß durch die externe Realität bestimmt wird. In vielen Aspekten kann man selber Einfluss auf sie nehmen. Es lohnt sich, den eigenen Lebensstil zu evaluieren: Tut man sich selber genug Gutes?
Dies gilt besonders für Menschen, die an einer chronischen Erkrankung leiden. Wirkliches Wohlbefinden ist mehr als Energiegeladenheit und Vitalität. Es schließt ebenso Gelassenheit und Ausgeglichenheit ein. Ein solcher Zustand lässt sich mit ausgewogener Ernährung, maßvoller Bewegung und Entspannung – alleine oder mit guten Freunden – erreichen.
Wichtige Wohlfühlfaktoren
- Eine gesunde Ernährung, die Spaß am Essen impliziert und den Körper mit wertvollen Vitaminen und Kohlenhydraten beliefert.
- Ausreichend Pausen, um aufnahmefähig und konzentriert zu bleiben.
- Genügend erholsamer Schlaf, damit der Tagesenergiebedarf gedeckt ist.
- Ausreichend Bewegung und körperliche Aktivität.
- Aufgaben und Herausforderungen, um der Langeweile zuvorzukommen und Erfolg und Befriedigung zu genießen.
- Geselligkeit und Kontakt, Gespräche und Austausch mit anderen Menschen.
Keiner dieser Faktoren allein verspricht auf Dauer Wohlbefinden. Die einzelnen Wohlfühl-Maßnahmen müssen ausgeglichen sein. Der Mensch braucht von allem eine gesunde Portion: Aktivität und Entspannung, Ruhe und Herausforderung, Rückzug und Geselligkeit. Erst durch die Vielfalt bekommen Körper und Seele all das, was sie brauchen.